Das traditionelle Volksschiessen der Armbrustschützen Rümlang, das vom 24. bis 27. August durchgeführt wurde, hat erneut viele Armbrustfreunde nach Rümlang gelockt, um gemeinsam ein Volksfest rund um den Armbrustsport zu feiern. Besonders erfreulich für die Organisatoren ist, dass die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden konnte.
Familien, Sportfreunde, Vereine - sie alle haben den Weg nach Rümlang in die Schiesssportanlage der Rümlanger Armbrustschützen gefunden, um sich in die faszinierende Welt des Armbrustschiessens entführen zu lassen. Vorkenntnisse waren keine notwendig - obwohl viele der Besucherinnen und Besucher durchaus über solche verfügen, ist das Armbrustvolksschiessen in Rümlang doch ein alljährlich wiederkehrender Event, der gerne immer wieder besucht wird.

«Volles Haus» am Rümlanger Armbrust-Volksschiessen.
Begeisterung und gute Betreuung
«So. Jetzt zielst Du nochmals genau so, wie beim letzten Schuss.» erklärt Aurelio Schellenbaum, der Nachwuchsleiter der Armbrustschützen Rümlang, seiner von ihm betreuten jungen Frau. Sie zielt. Mit einem leisen «tagg» löst sich der Schuss. Der Pfeil gleitet mit rund 60m/s über die Pfeilbahn, zischt in einem leichten Bogenflug durch die Luft, stanzt rund eine halbe Sekunde später ein Loch in den 30 Meter entfernten Scheibenkarton und bohrt sich mit einem ebenso sanften «tugg» in den dahinterliegenden Bleikern.

Der Pfeil hat sein Ziel gefunden.
Anna (Name geändert) zuckt gleichzeitig leicht zusammen und blickt erwartungsvoll zu ihrem Betreuer, der die Laufscheibe zurückkommen lasst, damit beide das Resultat des Schusses sehen können. «Eine Neun. Sehr gut.» kommentiert Aurelio während Anna begeistert strahlt und Aurelio den Pfeil aus dem Bleikern schraubt. Er nimmt eine kleine Korrektur an der Zielvorrichtung vor, spannt die Armbrust erneut, legt den Pfeil auf die Pfeilbahn auf und wiederholt, was er schon vor dem letzten Schuss zu Anna gesagt hatte: «Und jetzt zielst Du nochmals genau so, wie beim letzten Schuss.».
So findet der Pfeil die Scheibenmitte
Lorin Pisà, der Mitte Juli die Kniend-Schweizermeisterschaft der U23-Junioren gewinnen konnte, hat gerade einen neuen Volksschützen zur Betreuung erhalten. Er zeigt ihm, wie er sich hinter der Armbrust, die am Volksschiessen auf eine Stütze aufgelegt ist, zu positionieren hat und erklärt ihm anhand einer Graphik, wie der Zielvorgang vorgenommen werden muss: «Du verteilst das Loch des Diopters schön um den Ringkorn-Tunnel und den Ring des Ringkorns ebenso gleichmässig um das Scheibenschwarz der Zielscheibe. Wenn das alles passt und auch die Wasser-Waage schön in der Mitte ist, dann sitzt der Pfeil im Scheibenzentrum».

Lorin weiss, wovon er spricht: Das Zielbild wird erklärt.
«Eine gute Betreuung ist uns wichtig!» erklärt der Vereinspräsident Daniel Hinnen und ergänzt: «Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Volksschützinnen und Volksschützen mindestens einen der zu gewinnenden Einzelpreise mit nach hause nehmen können. Zur Erinnerung an ein schönes Schiesserlebnis - aber auch als Gedankenstütze, am nächsten Volksschiessen wieder dabei zu sein.
Ohne «Spanner» geht gar nichts
Während das freundliche Bedienungspersonal wie fleissige Bienen in der Festwirtschaft ihre Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken verwöhnt und das Grill-Team kaum nachkommt, die Grill-Wünsche der Gäste zu erfüllen, herrscht auch im Schiesstand reger - aber niemals hektischer - Betrieb.

Top-Job durch das Grill-Team!
Das Büropersonal ist non-stop damit beschäftigt, Stiche zu verkaufen, geschossene Scheiben entgegen zu nehmen, die Resultate zu erfassen und die von der Volksschützin bzw. vom Volksschützen gewünschte Auszeichnung an die glückliche Gewinnerin bzw. den stolzen Gewinner zu übergeben.
Aber da ist noch eine Gruppe von Helfern im Einsatz. Während vier Abenden erklären diese Crew-Mitglieder den Gästen den Umgang mit der Armbrust, spannen die Armbrust für jeden einzelnen Schuss und legen den Pfeil auf. Offiziell sind dies die «Betreuer». Umgangssprachlich und in Armbrustkreisen werden sie, weil sie die Armbrust spannen, aber «Spanner» genannt.
«Bei den Armbrustschützen ist es wohl der einzige Ort, an dem man sich mit Stolz als «Spanner» bezeichnen kann.» meint Franz Suter lachend und macht sich daran, die Armbrust für den nächsten Schuss zu spannen.

Franz spannt die Armbrust für den nächsten Schuss.
Teilnehmerzahl erneut gesteigert
Die Rümlanger Armbrustschützen zeigen sich erfreut über das Volksschiessen 2026. «Auch in diesem Jahr durften wir wieder eine grosse Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei uns begrüssen.» erklärt Joëlle Baumgartner, die sich im Juli anlässlich des Eidg. Armbrustschützenfestes 2026 zur «Eidg. Schützenkönigin» krönen liess, sich Anfang August als zweifache Armbrust-Europa-Meisterin feiern lassen durfte und bei den Armbrustschützen Rümlang für den administrativen Betrieb des Volksschiessens verantwortlich ist. «Im letzten Jahr durften wir 191 Volksschützinnen und Volksschützen bei uns begrüssen. In diesem Jahr haben wir mit 202 Teilnehmenden die 200er-Marke geknackt» ergänzt Joëlle mit einem sympathischen Lächeln und ist sichtlich stolz auf das erzielte Resultat.

Joëlle hat die Administration im Griff.
And the Winner is …
Das «Gewinnen» steht nicht im Zentrum des Armbrust-Volksfestes. Der Spass am Schiesssport mit der Armbrust, das gesellige Beieinandersein, die vielseitigen Gespräche und vieles mehr sind die eigentliche Würze des Rümlanger Volksschiessens.
Das Schiessen wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern - vor allem wenn man sich die Resultate betrachtet - jedoch sehr ernst genommen. Auch in der Festwirtschaft waren die erzielten Resultate und die gewonnenen Erfahrungen und Auszeichnungen ein reges Thema vieler Gespräche und Diskussionen.
Und so war es auch nicht erstaunlich, dass sich am Donnerstagabend eine beeindruckende Zahl von Volksschützinnen und Volksschützen zur Rangverkündung des Gruppen-Wettkampfes einfand, um die besten Teams des diesjährigen Volksschiessens mit grossem Applaus zu feiern.
«Seit vielen Jahren ist Rümlang der Armbrust-Verein in der Schweiz, bei dem am meisten Volksschiessen-Stiche geschossen werden und ich bin mir eigentlich sicher, dass wir mit unseren 202 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den 319 geschossenen Stichen auch in diesem Jahr wieder mit dem Wanderpreis des Eidg. Armbrustschützenverbandes EASV ausgezeichnet werden.» erklärt Daniel Hinnen, der Präsident der Armbrustschützen Rümlang in seiner Begrüssungsansprache und ergänzt: «Dies wäre ohne Euch nicht möglich gewesen und wir bedanken uns bei Euch allen für Eure Teilnahme und Eure Verbundenheit zum Armbrustsport!»

Der sichtlich stolze Präsident der Rümlanger Armbrustschützen Daniel Hinnen.
Ranglistenauszug (Gruppen-Wertung):
- Allinghi Junior 146 (Cotting Florinda, Rupp Marianne, Cotting Patrick)
- Die Zweiten 145 (Chenevard Christian, Kramer Daniela, Tuchschmid Mark, Grass Heidi)
- D'Wildsöili 143 (Frick Andreas, Streese Grit, Schärli Andreas, Ambrosio Francesco)
| Dokumente | |
|---|---|
| Weitere Informationen Ranglisten, Bildergalerie und mehr |
asvr.ch » |
| Medienmitteilung 24.-27. August 2026 |
Download (PDF) » |
- Veröffentlicht: 30.08.2026
- Kategorie: Vereine
- Autor: Markus Roth
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